Making Of – Love on Paper

love of paper
Start over

Oh, das passt doch eigentlich ganz gut, dass ich meinen Blog mit diesem Beitrag über das Making Of von LOVE ON PAPER ein wenig aus dem langen Herst- und Winterschlaf hole.

Es ist nicht bei vielen Büchern so, aber manchmal ist auch ein Buch in der Reihe der Projekte genau das: Ein Neuanfang. Da ich schon auf dem Red Bug Culture Blog schon viel über die Entstehung von Love on Paper gesagt habe, habe ich mir überlegt, hier mehr auf die Stimmung und die Charakere einzugehen.

What’s all about

Wie der Titel hoffentlich schon verrät – Es geht um Bücher, das Lesen, das Schreiben. Die Liebe zu Geschichten, Texten, Autoren. Diesmal wollte ich unbedingt näher an die Entstehung eines Buches heran. Sowohl die kreative Seite – also die Autoren, als auch die ganz pragmatische Seite – der Verlag. Ganz klar war daher für mich, dass alle Charaktere in meinem Buch auf die ein oder andere Weise mit Büchern oder dem Schreiben zu tun haben müssen oder eben damit in Kontakt kommen.

Hauptcharaktere

Logisch, dass meine Heldin eine Leserin ist. Und zwar eine von der verrückten Art, wie ich sie selber war (und immer mal wieder bin). Für Maya ist Lesen wie Nahrung. Sie braucht sie für ihr Herz ihren Kopf. Um zu denken, um zu fühlen. Ohne ein Buch ist sie nicht komplett. Was wohl auch daran liegt, dass sie aus einer Familie kommt, in der Literatur und Kultur eine große Rolle spielen.

 

Als sie auf Simon trifft, hat sie jemanden gefunden, mit dem sie sich über all das austauschen kann, was sie in der Literatur beschäftigt. Jemand, für den Bücher auch mehr sind als Lesefutter, jemand der sie zum Leben braucht. Obwohl er aus einem vollkommen anderen Umfeld kommt. Simon ist eine Art von Held, die ich einfach immer gerne in meinem Büchern habe. Jemand der still ist, und sich mehr in seinen Handlungen ausdrückt. Ein wenig wild, aber auch nachdenklich. Und ja – er kocht ;)

Nebencharaktere

Ich mag Nebencharaktere. Helden sind in einer Geschichte beschränkt in ihren Möglichkeiten. Sie sind manchmal einfach zu konzentriert für den Fun, den eine Geschichte (auch) braucht. Also tobe ich mich damit sehr gerne bei meinen Nebencharakteren aus.

Ruby hat sich sehr schnell von einer braven Freundin in genau das Gegenteil verwandelt. Sie ist wild und unkonventionell, tätowiert, gepierct, hat aber auch diese nerdy Seite, ist ein Technikfreak und sehr, sehr warmherzig. Sie nimmt sich – auch im Buch – einfach den Raum. Die beste Nebenrolle, die man sich wünschen kann.

Konrad ist Mayas Studienkumpel. Er ist exzentrisch, hat einen ganz besonderesn Kleiderstil und ist nicht schwul, um das auch gleich zu sagen. Ich wollte jemanden mit in der Gruppe haben, der noch mal einen anderen Zugang zur Literatur hat. Vielleicht klassischer. Jemand, der noch den vollen Idealismus hat, was das Schreiben und Verlegen von Büchern angeht. Der fast ein wenig in der Vergangenheit lebt, was man besonders an seinem Style merkt.

Eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen die Autoren, die meine Helden lieben und denen ich auch Raum im Buch gegeben haben: Francis Scott Fitzgerald und Ernest Heminway, die ich auf sehr unterschiedliche Weise großartig finde und die sich in meiner Schreibzeit zu netten Kumpels und Begleitern entwickelt haben.

Setting

Das Buch spielt hautpsächlich an drei Orten: Zum einen in einem Verlag. Wer sich in Berlin auskennt, wird den (großen) Publikumsverlag (er)kennen, den ich als vage Vorlage benutzt habe. Ich war schon in vielen Verlagen, trotzdem habe ich hier meiner Fantasie einfach mal Raum gegeben, also keine Ahnung, ob es in diesem Verlag innen wirklich so aussieht, ob sie eine Kantine im Haus haben …

Location

Der andere Ort ist ein großes Gartenlokal, eine typischen Studentenkneipe, die es übrigens auch wirklich gibt. Hier habe ich bis hin zur Speisekarte fast alles so beschrieben, wie man es dort auch vorfinden wird. Irgendwie mag ich das, dass ich meine Spielorte immer besuchen kann ;)

Der dritte Ort ist ein Friedhof. Genauer gesagt, der Friedhof in Stahnsdorf (zwischen Berlin und Potsdam). Es ist ein absolut faszinierender Ort (okay, ich stehe auf Friedhöfe) mit vielen verwilderten Gräbern, und ich hoffe, ich bin ihm gerecht geworden.

Mehr werde ich für heute nicht verraten. Aber, hm, das ist doch eigentlich schon eine ganze Menge, oder?!

Ich hoffe, das alles macht euch Lust auf’s Lesen!

Zur Entstehung des Covers von Love on Paper gibt es hier noch ein Interview mit mir.

Das Interview mit mir auf dem Red Bug Culture Blog zu Love on Paper kann man gut als Ergänzung lesen.

(Bildquellen: Charaktere und Autorenbilder über meine Pinterestboards. Lokal und Friedhof selbst.)

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