Stephen King – On Writing #6 Bücher über das Schreiben

Bücher über das Schreiben

Diesmal geht es um Bücher über das Schreiben. Ja, ich bin immer noch bei On Writing und finde es extrem gruselig (ihr wisst schon, das Leben und das Schreiben), dass Stephen King nun zum ersten Mal nach Deutschland kommt. Hamburg. Tickets hier. Mona/Tintenelfe, du gehst hin, du musst mir sagen, wie es war! Hamburg ist ja nicht Berlin … Und ich mache einfach weiter, als wäre nichts.

Zurück zum Thema.:Bücher über das Schreiben. Sind die überhaupt sinvoll? Was sagt King? Ich hatte von den drei Vorworten in On Writing erzählt und das zweite ist schon deshalb besonders, weil King es schafft, bei ca 125 Worten, viermal das Wort Bullshit fallen zu lassen. Wobei – fallen lassen … Bullshit! ist schon eher ein fester Schlag auf den Tisch. Erster Satz:

“This is a short book because most books about writing are filled with bullshit.” (Stephen King)

Bücher über das Schreiben sind alle Bullshit? King hat sich also vorgenommen, über etwas zu schreiben, was in seinen Augen eigentlich noch niemand vor ihm richtig hingekriegt hat? Mutig. Allerdings nennt er eine einzige Ausnahme: William I. Strunk “The Elements of Style ” und empfiehlt jedem angehenden Writer, dieses Buch zu lesen und ich gebe das gerne gleich so weiter.

Das Buch werde ich lesen, aber ich teile Kings Meinung hier nicht ganz, da ich noch nicht sehr viel Bullshit in Schreibbüchern gelesen habe. Allerdings habe ich mich auch nie mit “Besser schreiben für Dummies” beschäftigt, sondern hautpsächlich Bücher über das Drehbuchschreiben gelesen und fand sie ausnahmahmslos hilfreich. Hier mal eine kleine Liste. Es schadet nicht, sie alle zu lesen.

Bücher über das Schreiben
bullshit

IPC Laptop von 1997. Was für ein schöner Oldtimer. Man beachte die Disketten!

Anfänge

Als ich anfing, meinen ersten Roman zu schreiben, dachte ich nicht an Bücher über das Schreiben. Der Antrieb ging eher von einer kreativen Idee als von dem handwerklichen Gedanken aus. Ich dachte, das kriege ich ohne Anleitung hin, ist ja schließlich kein Ikea-Schrank und kreativ kann ich.

Für meinen ersten Roman hatte ich die gewagte Idee, einen interaktiven Roman zu schreiben. Es war schnell klar, dass diese Idee (zumal das Internet noch kein smartes Netz, sondern ganz schön träge war) mich komplett überforderte. Viele Kurzgeschichten (die ich mir seit Jahrzehnten nicht getraue durchzulesen) und drei Jahre später, versuchte ich dann erneut, einen Berlin-Roman zu schreiben. Erneut ohne Bücher über das Schreiben oder irgendwelche Online-Tipps. (Gab es die damals überhaupt schon?)

Drauflosschreiben

Ich liebe Struktur, ich bin gut darin, ich wollte einen Roman aus vier Perspektiven schreiben, ich dachte, das schaff ich. Morgens um 5 Uhr bin ich aufgestanden und habe im Winter, im Dunkeln an meinem kleinen Schreibtisch gesessen und auf meinem ersten IPC-Laptop geschrieben – und gelöscht – und geschrieben – und gelöscht u.s.w.

Den Hinweis von Wiliam Strunk Omit needless words brauchte ich nicht, ich habe ganze Sätze, ganze Seiten und nachher das ganze Manuskript gelöscht. Gott, war das schlecht!

Drehbuchschreiben

Nun – was mich aus diesem Kampf, um ein gutes Buch, eine gute Seite, einen guten Satz am Ende gerettet hat, war das Drehbuchschreiben. Oder zumindest die Aufgabe, statt 400 Romanseiten, einfach mal locker mit Dialogen gefüllte 120 Seiten Drehbuch zu schreiben. War das einfach! (Letztendlich natürlich nicht, die Meister des Fachs sind Genies). Ich hatte da irgendwie ein verborgenes Talent in mir entdeckt und hielt das auch nicht für weltbewegend. Also Drehbücher im Besonderen und Film im Allgemeinen.

Und diesmal begann ich die Sache systematisch und habe Schreiben gelernt. Was ich beim Drehbuchschreiben und Lesen der Bücher über das Drehbuchschreiben gelernt habe, wurde eine der Grundlagen meines Schreibhandwerks.

Ich hoffe, dieses eine Buch von King und vielleicht die kleine Ergänzung von meiner Seite helfen euch bei eurem Schreiben weiter.

Kennt ihr noch mehr Bücher über das Schreiben? Dann setzt sie gerne in die Kommentare.

3 Comments

  • Reply
    Katja
    17. September 2013 at 7:15

    Guten Morgen :-)

    Also den Lappi kannste ja mal echt ausstellen als Museumsstück, ich war da ja ein
    Spätentwickler und hab erst mit 22 Jahren mir einen Computer angeschafft, aber ich weiss noch das ein Laptop recht unerschwinglich für mich war ;-)

    Mr. King in Hamburg, da hab ich meiner Hamburger Freundin gleich mal nen Link geschickt, ich wohn ja selbst viel zu weit ab vom Schuss…..
    So nun Halsweh bekämpfen gehe und mal ne Kanne Tee kochen muss.

    Liebe Grüßle
    Kay

    • Reply
      Katrin
      17. September 2013 at 11:40

      Salbeitee hilft bei Halsweh, es sei denn, die Sache ist psychosomatisch …

  • Reply
    Katja
    18. September 2013 at 13:47

    Ich lutsch ja immer einen Bonbon nach dem anderen…. Salbei/Honig

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