Filmen in den USA

Filmen in den USA #9 Drehpensum

30. August 2013
Drehpensum

Es passiert ziemlich oft, dass an einem Drehtag ein Drehpensum nicht erledigt wird.  Der alte Plan wird dann umgeworfen und fĂŒr den nĂ€chsten Tag einfach neu disponiert. Das kann dann heißen, dass aus dem schönen kurzen Tag, den man auf der Vordispo (also quasi der Vorschau auf den nĂ€chsten Tag) gesehen hat, auf einmal ein sehr langer Tag wird. So, wie heute. Aber vielleicht war ich ja auch noch nicht fertig mit meinem Thema (immer das Postivie sehen).

Licht

Die gleiche Location und auch das Wetter wie am Vortag, ich hatte fast den Eindruck, ich wĂ€re gar nicht weggewesen. Beim Warten auf den Drehbeginn, ging es auch nahtlos mit dem Thema weiter. Endlich habe ich jemanden gefunden, mit dem ich ĂŒber die Beleuchter und ihre Lichtarbeit schwĂ€rmen kann. Great job. Yes. Da er fĂŒr eine Firma arbeitet, die Kunstwerke bei Sothebys ausleuchtet. Zum Beispiel Marc Rothko : NO. 1 – Royal Red and Blue. Ich kenne und liebe Marc Rothko, aber dem arglosen Betrachter mag das Bild doch sehr – schlicht – vorkommen. Ausgeleuchtet von ihm, versteigert fĂŒr – 75,122,500 USD. Wie kamen wir darauf? Habe ich ihm erzĂ€hlt, dass ich Malerin bin? Gut. Und wir waren uns einig, dass das Licht und das Ausleuchten von Kunstwerken in einer Ausstellung eine extrem wichtige Sache ist. Auch Bilder wollen gut aussehen, wenn sie prĂ€sentiert werden. Und wie leuchtet man ein Urin auf Elinwand-Bild von Andy Wahrhol aus? (Ich bin kein so großer Andy Wahrhol Fan, obwohl er ein Genie war.) Nun, am besten mit LED Licht. Die Lichtdesigner hatten vor allem Angst, dass das Bild sich erhitzt und zu riechen beginnt. Ja, ja.

ZurĂŒck zu den Beleuchtern am Set

Und ihrem Tanz mit den Floppys und Scheinwerfern und Reflektoren, weil aus dem wolkigen Himmel wieder ein strahlend blauer und dann wieder ein bewölkter wird. Wie angenehm, dass mir das eigentlich egal sein kann, und ich den Himmel und die Aussicht ohne ein besorgtes Gesicht genießen kann. Auf einer schönen Bank, auf der ich dann plötzlich dieses Schild entdecke. Ach so, ja, fĂŒr euch tue ich das ja alles. Daher hier: meine Aussicht fĂŒr euch. Das Wasser im Hintergrund ist ĂŒbrigens der Hudson River.

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  • Katja
    1. September 2013 at 9:47

    Juhuuuu Katrin :-)

    War dann gestern doch etwas viel eingespannt, da hier nun doch einige AuftrĂ€ge eintrudeln, was stellenweise recht spannend ist und manchmal zum nachdenken anregt und ich wichtige Entscheidungen fĂŒr mich und meine kleine Mini Firma.
    Da hÀtte ich deinen Rat gebraucht, aber dieses Mal bist du zu weit weg, aber ich denke mein Entschluss war richtig, mein Bauch sagt das!

    Deine Berichte sind wirklich toll, man bekommt echt den Eindruch du packst uns untern Arm und nimmst uns mit :-)

    Bei so einer Aussicht wĂ€re mir glaub ich aber auch ein lĂ€ngerer Drehtag versĂŒsst worden, aber bitte Urin auf einem Bild *entsetzt guck*
    Ich glaub, da streike ich dann doch was Kunst angeht.
    Der Central Park, gibt es da tatsĂ€chlich Reitwege? Er soll ja so groß sein, ich hab da ĂŒberhaupt keine Raumvorstellung….
    Und ich musste doch erst mal frĂŒhstĂŒcken als ich deinen Bericht gelesen hatte ;-)
    Eine generelle Frage hab ich ja noch.
    Kommst du zum schreiben? :-)
    Und noch was, bei uns in Deutschland sind ja diese Eulen total modern und sie stehen ja quasi fĂŒr Lesefreude/Freunde.Gibt es die bei dir da drĂŒben auch?
    Wenn ja Fotooooooooooo :-)

    So ich muss mal Hausaufgabenbetreuuung leisten :-)

    Bis spÀdddddaaaa ;-)
    Katja

  • Katrin
    2. September 2013 at 0:47

    Hi Katja,
    ja, der Central Park ist riesig, Reitwege – das ist wohl eher der Hyde Park – aber rundherum fĂŒhrt eine Straße fĂŒr Autos und Bikes (im Park nicht erlaubt).
    Komme ich zum Schreiben? Ja, jetzt. Bin absolut abgetaucht nach einem drehfreien Wochenende, aber hier sind natĂŒrlich auch ideale Bedingungen: ein risieges Bett auf dem ich iPad, iPhone, Schreibblock und meinen Mac verteilt habe, zwei Nachtische auf denen Wasser, Schokolade und andere ĂŒberlebenswichtige Dinge stehen, FrĂŒhstĂŒck im Hotel, ein Zimmerservice, der mir hinterherrĂ€umt, was will man mehr?!
    Lese-Eulen. Hm. Wer hat sich denn das ausgedacht?! Gibt ja wohl nichts, was un-sexier ist als eine Eule. Warum ist das ausgerechnet ein Symbol fĂŒr Lesefreude? Musst du mir erklĂ€ren. Hier habe ich noch keine Eule gesehen, aber wenn eine vorbeifliegt, mache ich ein Foto ;-) Versprochen!
    ★ Katrin

  • Katja
    2. September 2013 at 5:45

    Kannst du nicht die Bezeichnungen fĂŒr Lesefreunde?

    Uns gibt man doch immer Tiernamen ;-)

    Leseratten, BĂŒchereulen und bei Lovelybooks gab es dann ja noch die Eselohren
    Ich mach mal ein Foto

    So und nun gehts auf zum ersten Cappuccino

    Gretz Katja

  • Katrin
    2. September 2013 at 6:04

    Ja: Brillenschlange, Maulwurf, Lese-ratte … seit wann sind das denn denn Komplimente ;-) Wenn schon Tiernamen, dann lass uns das doch mal richtig machen: Lese-Tiger, BĂŒcher-Löwe, BĂŒcher-Adler! Ich meine – hallo! – wir lesen. Kann das nicht etwas gefĂ€hrlicher sein?
    Einen tollen Tag, ich geht gleich schlafen. ★Katrin

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