Filmen in den USA #9 Drehpensum

Drehpensum

Es passiert ziemlich oft, dass an einem Drehtag ein Drehpensum nicht erledigt wird.  Der alte Plan wird dann umgeworfen und für den nächsten Tag einfach neu disponiert. Das kann dann heißen, dass aus dem schönen kurzen Tag, den man auf der Vordispo (also quasi der Vorschau auf den nächsten Tag) gesehen hat, auf einmal ein sehr langer Tag wird. So, wie heute. Aber vielleicht war ich ja auch noch nicht fertig mit meinem Thema (immer das Postivie sehen).

Licht

Die gleiche Location und auch das Wetter wie am Vortag, ich hatte fast den Eindruck, ich wäre gar nicht weggewesen. Beim Warten auf den Drehbeginn, ging es auch nahtlos mit dem Thema weiter. Endlich habe ich jemanden gefunden, mit dem ich über die Beleuchter und ihre Lichtarbeit schwärmen kann. Great job. Yes. Da er für eine Firma arbeitet, die Kunstwerke bei Sothebys ausleuchtet. Zum Beispiel Marc Rothko : NO. 1 – Royal Red and Blue. Ich kenne und liebe Marc Rothko, aber dem arglosen Betrachter mag das Bild doch sehr – schlicht – vorkommen. Ausgeleuchtet von ihm, versteigert für – 75,122,500 USD. Wie kamen wir darauf? Habe ich ihm erzählt, dass ich Malerin bin? Gut. Und wir waren uns einig, dass das Licht und das Ausleuchten von Kunstwerken in einer Ausstellung eine extrem wichtige Sache ist. Auch Bilder wollen gut aussehen, wenn sie präsentiert werden. Und wie leuchtet man ein Urin auf Elinwand-Bild von Andy Wahrhol aus? (Ich bin kein so großer Andy Wahrhol Fan, obwohl er ein Genie war.) Nun, am besten mit LED Licht. Die Lichtdesigner hatten vor allem Angst, dass das Bild sich erhitzt und zu riechen beginnt. Ja, ja.

Zurück zu den Beleuchtern am Set

Und ihrem Tanz mit den Floppys und Scheinwerfern und Reflektoren, weil aus dem wolkigen Himmel wieder ein strahlend blauer und dann wieder ein bewölkter wird. Wie angenehm, dass mir das eigentlich egal sein kann, und ich den Himmel und die Aussicht ohne ein besorgtes Gesicht genießen kann. Auf einer schönen Bank, auf der ich dann plötzlich dieses Schild entdecke. Ach so, ja, für euch tue ich das ja alles. Daher hier: meine Aussicht für euch. Das Wasser im Hintergrund ist übrigens der Hudson River.

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4 Comments

  • Reply
    Katja
    1. September 2013 at 9:47

    Juhuuuu Katrin :-)

    War dann gestern doch etwas viel eingespannt, da hier nun doch einige Aufträge eintrudeln, was stellenweise recht spannend ist und manchmal zum nachdenken anregt und ich wichtige Entscheidungen für mich und meine kleine Mini Firma.
    Da hätte ich deinen Rat gebraucht, aber dieses Mal bist du zu weit weg, aber ich denke mein Entschluss war richtig, mein Bauch sagt das!

    Deine Berichte sind wirklich toll, man bekommt echt den Eindruch du packst uns untern Arm und nimmst uns mit :-)

    Bei so einer Aussicht wäre mir glaub ich aber auch ein längerer Drehtag versüsst worden, aber bitte Urin auf einem Bild *entsetzt guck*
    Ich glaub, da streike ich dann doch was Kunst angeht.
    Der Central Park, gibt es da tatsächlich Reitwege? Er soll ja so groß sein, ich hab da überhaupt keine Raumvorstellung….
    Und ich musste doch erst mal frühstücken als ich deinen Bericht gelesen hatte ;-)
    Eine generelle Frage hab ich ja noch.
    Kommst du zum schreiben? :-)
    Und noch was, bei uns in Deutschland sind ja diese Eulen total modern und sie stehen ja quasi für Lesefreude/Freunde.Gibt es die bei dir da drüben auch?
    Wenn ja Fotooooooooooo :-)

    So ich muss mal Hausaufgabenbetreuuung leisten :-)

    Bis spädddddaaaa ;-)
    Katja

    • Reply
      Katrin
      2. September 2013 at 0:47

      Hi Katja,
      ja, der Central Park ist riesig, Reitwege – das ist wohl eher der Hyde Park – aber rundherum führt eine Straße für Autos und Bikes (im Park nicht erlaubt).
      Komme ich zum Schreiben? Ja, jetzt. Bin absolut abgetaucht nach einem drehfreien Wochenende, aber hier sind natürlich auch ideale Bedingungen: ein risieges Bett auf dem ich iPad, iPhone, Schreibblock und meinen Mac verteilt habe, zwei Nachtische auf denen Wasser, Schokolade und andere überlebenswichtige Dinge stehen, Frühstück im Hotel, ein Zimmerservice, der mir hinterherräumt, was will man mehr?!
      Lese-Eulen. Hm. Wer hat sich denn das ausgedacht?! Gibt ja wohl nichts, was un-sexier ist als eine Eule. Warum ist das ausgerechnet ein Symbol für Lesefreude? Musst du mir erklären. Hier habe ich noch keine Eule gesehen, aber wenn eine vorbeifliegt, mache ich ein Foto ;-) Versprochen!
      ★ Katrin

      • Reply
        Katja
        2. September 2013 at 5:45

        Kannst du nicht die Bezeichnungen für Lesefreunde?

        Uns gibt man doch immer Tiernamen ;-)

        Leseratten, Büchereulen und bei Lovelybooks gab es dann ja noch die Eselohren
        Ich mach mal ein Foto

        So und nun gehts auf zum ersten Cappuccino

        Gretz Katja

        • Reply
          Katrin
          2. September 2013 at 6:04

          Ja: Brillenschlange, Maulwurf, Lese-ratte … seit wann sind das denn denn Komplimente ;-) Wenn schon Tiernamen, dann lass uns das doch mal richtig machen: Lese-Tiger, Bücher-Löwe, Bücher-Adler! Ich meine – hallo! – wir lesen. Kann das nicht etwas gefährlicher sein?
          Einen tollen Tag, ich geht gleich schlafen. ★Katrin

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