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Kissing – Serie

#Making Of Kissing - Serie New Adult

Making Of – Kissing one more

21. Juni 2014
Kissing one more

Zurzeit sehe ich ständig Videos, denn ich habe das Umgekehrte einer Schreibblockade. Ich kann schreiben, aber ich habe Angst vor dem, was ich schreiben werde. Ich versuche mal, es zu erklären. Es war ja leicht zu erkennen, dass ich bei Kissing more noch etwas Platz gelassen habe. Kein Cliffhanger, nur eine Möglichkeit, denn eigentlich wollte ich von Anfang an drei Bände zu jeder Loving/Kissing/Playing etc- Serie schreiben. Also auch hier ein Kissing one more.

Aber Serien haben ihre T√ľcken. Letztens habe ich mit intelligenten Freund:innen √ľber Serien gesprochen. Und wie schwierig es ist, sie gut zu Ende zu f√ľhren.

Serien

Na klar, wir denken an Tribute von Panem und das umstrittende Ende oder an Die Bestimmung. ¬†Nat√ľrlich ist es nicht einfach, irgendwann Abschied zu nehmen und einen guten Schluss f√ľr das zu finden, was man vorher aufgebaut hat. Aber wenn Veronica Roth sagt (und ja, ich habe auch ein¬†Video), dass sie immer schon wusste, wie alles ausgeht und ihre Heldin den Schluss bekommen hat, den sie verdient, frage ich mich, ob das so gut ist? Also alles vorher zu wissen. Denn es ist nicht unbedingt ein Zeichen von kreativem Schreiben. Und es ist auch gar nicht n√∂tig, denn was fast alle Autor:innen sagen, ist sehr wahr: Gut erschaffene Charaktere bestimmen die Handlung der Geschichte, nicht der Autor:in. Was manchmal ziemlich be√§ngstigend sein kann.

Was Charaktere wollen

Was ist, wenn mir nicht gef√§llt, was die Charaktere wollen? Wo sie hinlaufen? An dieser Stelle schiebe ich mal ein Video¬†von Stephen King ein. F√ľr Ungeduldige: Ab Minute 30 spricht er √ľber das Schreiben, Charaktere und warum es so wichtig ist, ihnen zuzusehen, statt sie herumzukommandieren. Wer Kinder hat, wei√ü wie das gemeint ist. Und wie schwer es ist. Kissing one more¬†hei√üt also erneut ins Ungewisse zu springen. Denn was w√§re das f√ľr ein dritter Band, wenn ich einfach nur ein weiteres Happy End ankleben w√ľrde? Oder ein paar Designerprobleme aufwerfe, nur um sie schnell aus dem Weg zu r√§umen? Gute Protagonisten bringen ihre eigenen Probleme mit. Damit muss ich leben.

Charaktere und Zwiebeln

Diana Gabaldon¬†wei√ü das und hat daher eine ganz eigene Art zu schreiben entwickelt. Ich gebe zu, ich h√§tte nie erwartet, hier Inspiration zu finden. Drittes¬†Video. Diana Gabaldon sagt, es g√§be drei Arten von Charakteren: Zwiebeln, harte N√ľsse und Pilze. Zwiebeln enth√ľllen der Autor:in immer mehr von sich, je l√§nger man sich mit ihnen besch√§ftigt. Okay, Emmy und Noah. Harte N√ľsse sind Charaktere, die man nur aus Storygr√ľnden braucht und die man “knacken” muss, um sie zum Leben zu erwecken. Habe ich selten. Pilze poppen einfach auf und sind da. Hallo, Kolja!

Mittlerweile ist aus dem Pilz eine Zwiebel geworden. Jemand, der immer neue Facetten zeigt und nicht aufh√∂rt, sie mir ins Ohr zu fl√ľstern. Weshalb ich mich geschlagen gebe. One more auch in dem Sinne, dass nach Emmy und Noah noch ein weiterer Charakter zu Wort kommt und seine Geschichte erz√§hlt. Wer dieser Charakter ist, brauche ich euch vermutlich nicht zu sagen …