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#Making Of Books

Making Of – Es war die Nachtigall #1 Am Anfang

8. Januar 2020
Making Of – Es war die Nachtigall –

Alles an dem Buchprojekt Es war die Nachtigall war etwas anders, als alle Projekte vorher und es belegt daher in einigen meiner internen Rankings den ersten Platz. Zum Beispiel hat es noch nie so lange gedauert, bis ein Buch von der Idee, ĂŒber das ExposĂ© endlich ein Buch wurde.

Nach dem Go hatte ich ein Jahr lang Zeit das Buch zu schreiben und konnte dann noch ĂŒber ein Jahr auf die Veröffentlichung warten. Das war fĂŒr mich extrem ungewöhnlich, obwohl ich zugeben muss, dass es bei meinem ersten Buch einfach alles sehr schnell ging. Und es war hart, denn ich finde, Ideen haben eine Halbwertzeit und sind erst dann wirklich in Sicherheit, wenn das Buch veröffentlicht ist.

Aber, nun, da ich oft zu frĂŒh mit meinen Ideen bin, könnte dieser kleine Zeitpuffer vielleicht sogar genial gewesen sein …

Die erste Idee

Die erste Idee war – vegan. Ich bin schon lange, sehr lange Vegetarierin (mit Ausnahmen) und habe mich immer sehr intensiv mit ErnĂ€hrung und Umwelt auseinandergesetzt. Wenn ich ein Buch schreibe, ist das der perfekte Moment fĂŒr mich, etwas zu recherchieren und auch emotional zu ergrĂŒnden. Was ist vegan – genau – warum ist es so gut und wichtig und was ist daran vielleicht schwierig?

Aber das klang schon nach einem langweiligen Buch, daher brauchte ich einen Gegenpol und fand ihn auf einer Party im GesprÀch mit einem jungen JÀger. Besonders interessant fand ich den Aspekt, dass Jagen und vegan gar nicht so weit auseinanderliegen: WertschÀtzung der Tiere, der Natur, die Sehnsucht nach einem aufmerksameren Umgang mit dem, was wir essen. Also perfekt.

Umsetzung

Ich beschĂ€ftige mich schon eine Weile mit “Romeo und Julia” und allen Adaptionen. Ich finde es interessant, dass wir die Geschichte fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Liebesgeschichte halten, obwohl beide Liebenden sich fast sofort ineinander verlieben und dann sterben. Und dass es Shakespeare in seinem StĂŒck eigentlich gar nicht umbedingt um diese Liebesgeschichte ging.

Ohne hier viel tiefer zu gehen und auf etliche Vorstufen und Vorlagen einzugehen – mir gefiel die Idee, mein Buch an das klassische StĂŒck anzulehnen, bis hin zu der Tatsache, dass ich 12 Kapitel aus jeweils zwei Sichtweisen habe und damit auf 24 und somit die Anzahl der Szenen in dem StĂŒck komme. Ja, ein wenig nerdy, ich weiß.

Titel und Cover

Noch ein First: Es ist das erste Mal, dass ein Buch, das ich einem Verlag als ExposĂ© angeboten habe, den Original-Titel behĂ€lt. Obwohl ich mich  hier ĂŒberhaupt nicht auf KĂ€mpfe eingestellt habe (und dann doch ein wenig gekĂ€mpft habe), weil es mir schon klar war – Titel wird geĂ€ndert – bin ich jetzt sehr froh, dass der Titel geblieben ist, denn ich denke wirklich sehr lange ĂŒber meine Titel nach, Arbeitstitel gibt es im Grunde nicht.

Und dann das Cover. Ich sollte besser sagen; die Cover, denn wie ihr vielleicht schon gesehen habt, gibt es zwei. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass ich die E-Book-Rechte fĂŒr mein Label Red Bug- Books behalten habe und daher ein Cover selbst gestalten konnte. Yes!

Seltsamerweise war das etwas, was mich von Anfang interessiert hat, also Covergestaltung und natĂŒrlich auch, die Cover meiner BĂŒcher selbst zu gestalten. So hat mein drittes Buch “Rocco” ein von mir gestaltetes Cover und ab da habe ich mich ganz tief in das Thema gestĂŒrzt.

Covergestaltung

Covergestaltung ist etwas, was mir am Anfang meiner Schriftstellerkarriere sehr viel Schmerz? … oder sagen wir besser Kopfzerbrechen bereitet hat. Als Kind und Jugendliche habe ich BĂŒcher nur nach dem Cover ausgesucht und spĂ€ter waren sie fĂŒr mich – als visuellen Menschen und KĂŒnstlerin  – immer extrem wichtig. Doch – wir Autor*innen wissen es – man bekommt selten sein Wunschcover. Doch dieses Mal mag ich den Coverentwurf von Hanser sehr. #erleichterung

Nachdem das Hanser-Cover beschlossen war, habe ich mich dann an die Gestaltung des E-Book-Covers gemacht, denn ich wollte, dass beide gut zueinander passen. Es fiel mir dann erstaunlich leicht, ein Cover fĂŒr die E-Book-Ausgabe zu gestalten. Und sehr schnell hatte ich sehr viele EntwĂŒrfe. Schaut mal hier!

Satz und Vignetten

Ich hĂ€tte euch hier gerne das fertige Buch gezeigt, aber knapp drei Wochen vor dem Veröffentlichungstermin habe ich noch keine Belegexemplare bekommen, daher reiche ich das dann mal nach. Dann hĂ€tte ich euch auch zeigen können, dass das Buch auch im Satz sehr schön geworden ist – wieder etwas anders im E-Book und in Print.

Es gibt Kapitelvignetten, fĂŒr die ich mich ja immer sehr einsetze, weil ich kleine, reduzierte und geschmackvolle Zeichnungen in (Jugend-)BĂŒchern einfach liebe. Überhaupt bin ich extrem dankbar mit einem Verlag zusammenzuarbeiten, mit dem man ĂŒber ZeilenabstĂ€nde und Satz, QualitĂ€t und Ausstattung ĂŒberhaupt nicht großartig reden muss. Alles BuchkĂŒnstler:innen.

es war die Nachtigall - Katrin BongardEs gibt ĂŒbrigens eine schöne Leseprobe und einen Flyer zur “Nachtigall”. Wie die entstanden sind, erfahrt ihr auf Red Bug Books.

Ein Interview mit mir ĂŒber das Buch gibt es auf dem Red Bug Culture-Blog.

Und ein Interview als Podcast auf dem Hörbahn-Literatur-Podcast.

#Making Of Books

Making Of – Kissing-Serie

23. September 2014
Making Of  – Kissing- Serie

Bald ist es so weit. Kissing one more kommt heraus und ich bin ziemlich aufgeregt. Zeit fĂŒr ein paar Insights.

Es begann eigentlich alles damit, dass ich keinen dritten Band schreiben wollte. Es war doch alles so gut. Kissing und Kissing more gefielen nicht nur den Lesern, sondern auch meiner Lieblingslektorin, sodass beide BĂ€nde 2015 in Print ĂŒber Oetinger in den Buchhandel kamen.

Sogar die Verlagsvertreter waren begeistert und ich sage euch, das kommt nicht sehr oft vor. Wieso jetzt noch was riskieren? Aber wie das so ist … ich wachte eines Morgens auf und *verdammt* sehe, was als NĂ€chstes passiert. Es ist nur eine kleine Szene, ein Schnipsel, der mich neugierig macht. Und ich bin mir sofort sicher: Nein, das schreibst du nicht.

Zu provokant, zu ungemĂŒtlich

Na ja. Logisch, habe ich es dann doch geschrieben und dabei etwas wieder entdeckt, was mir fast abhanden gekommen wĂ€re: Es gibt etwas, wofĂŒr ich schreibe. Das ist weder mein Ego, obwohl das groß ist, noch sind es die Leser da draußen, owohl ohne sie ein Buch nicht vollkommen wird, es ist nicht das Geld oder der Ruhm, obwohl man von beidem ja nicht genug haben kann. Es ist das GefĂŒhl, dass man “es sagen muss”, weil es sonst nicht existiert. Nicht in dieser Art exisitiert. Das gleiche GefĂŒhl, mit dem ich ein Bild male oder ein Foto mache. Ich will, dass genau dieser Blick auf die Welt eingefangen wird. Existiert.

Buchcharaktere

Nun, zum GlĂŒck blieb nicht alles an mir hĂ€ngen, denn Hauptcharakter Kolja hat mich an die Hand genommen. Er hatte seine ganz eigene Vorstellung von seiner Geschichte. Er hat meine frĂŒhen Versuche, eine normale Geschichte zu erzĂ€hlen, belĂ€chelt (Klischee!), mir ein Kapitel aufgezwungen, das mir rote Ohren gemacht hat und eines, das eher paranormal ist. Mit Kolja ist alles etwas rockiger als mit anderen Charakteren. Intensiv und fast too much. Er hat dem Soundtrack der Kissing-Geschichte, die ĂŒber drei BĂ€nde geht und natĂŒrlich irgendwie eine Geschichte ist, ein paar interessante Tracks hinzugefĂŒgt.

Einer hat mich *binge-hearing* beim Schreiben begleitet und ist so markant, dass ich den Trailer dazu sofort als Book-Trailer fĂŒr Kissing one more adoptiert habe. Woowooouuu. Eine leidenschaftiches Duett, das ganz ohne nackte, mĂ€nnliche Oberkörper auskommt (yes!). So, wie in diesem Duett/Duell war es zwischen Kolja und mir oft – und zwischen Julian und Kolja meistens. Dass das Duo auch Ă€ußerlich meinen Helden sehr nahekommt – Zufall. Wie die Geschichte am Ende ausgeht?

Tja, das mĂŒsst ihr selber nachlesen.

xoxo

Katrin